Oliver Weber im Interview

| fotostrada | Ich habe mich wirklich gefreut, als ich die Fotos des deutschen "Amateurfotografen" Oliver Weber (eigentlich ist er Arzt) im Online Magazin der ZEIT entdeckt habe. Seine eindringlichen schwarz/weiß Bilder über das Leben und die Menschen in Marrakesch haben mich berührt und gingen mir direkt ins Herz. Wie aus einer anderen, ganz archaischen Zeit scheinen die Bilder zu sein, als die Zeit noch nicht erfunden war, und man Tee trank, um den Tag gehen zu lassen...

Oliver Weber, geboren 1970, lebt und arbeitet in La Gomera, meldete sich bei mir und zeigte mir sein Interview im Blog "
Two Way Lens" von Michael Werner. Hier wurden schon "die Großen" zu ihrer Einstellung befragt, wie Alec Soth, Amy Stein, James Friedman, Martin Parr etc etc., um nur einige zu nennen.
HIER gibt´s das Interview auf deutsch (Word-Dokument, öffnet sich in einem neuen Fenster).

oliver weber la gomera

(Auszüge aus dem Interview):

Ich bin besonders an Menschen interessiert, möchte mit meinen Bildern zeigen, wie sie wirklich leben. Deshalb gehe ich hinaus zu ihnen, mit dem Interesse, sie zu verstehen, mit Sympathie ihre Geschichten zu erzählen in meinen Fotos. Ich fotografiere Menschen nicht, weil sie gute Fotomotive abgeben oder Charakterdarstellungen Einzelner auf Interesse in Ausstellungen stoßen könnten.


Ich habe meinen eigenen Stil gefunden, entwickle ihn ständig weiter, so daß man mich und das was ich sagen möchte, inzwischen in meinen Bildern recht gut wieder erkennt. Das habe ich mir nicht bei Anderen abgeschaut, es ist in mir gewachsen und ein Spiegelbild von mir selbst. Immer wieder zeige ich meine Bilder Anderen, um mich mit Gleichgesinnten über sie auszutauschen. Gute sprechende Fotografie kann mit jeder Kamera gemacht werden, egal welchen Typs und Fabrikats sie ist.


Besonders gerne zeige ich meine Bilder den Menschen, die sie in ihren Alltagsgeschichten zeigen. Wenn sie meine Bilder verstehen, ist mir das im Grunde Profession genug.


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