Neue Galerie für Fotografie: Museum Ludwig Köln

andre kertesz die gabel
André Kertész, "Die Gabel", 1928. Fotografische Sammlung Museum Ludwig Sammlung Gruber © Ministère de la Culture (AFDPP), Paris

Eine neue Galerie für die Fotografie

Das Museum Ludwig zeigt eine Auswahl von etwa 60 Spitzenwerken der Fotografie des 20. Jahrhunderts. Bis 31. Jänner 2010 werden diese in einer neu eingerichteten Galerie ausgestellt.
Die Präsentation beginnt mit Künstlerportraits von Edward Steichen, Heinrich Kühn, Hugo Erfurth, George Platt Lynes und Cecil Beaton, beinhaltet Aufnahmen von Irving Penn, Henri Cartier-Bresson, Weegee und Robert Doisneau sowie legendäre Fotografien von Margaret Bourke White, Edward Weston und Alfred Stieglitz. Zur Auswahl gehört ein früher Abzug des berühmten Bildes vom gefallenen Soldaten Robert Capas sowie Fotomontagen von Herbert Bayer, Man Ray und Philippe Halsmann. All diese Fotografien sind feste Bestandteile der Kunst- und Kulturgeschichte der Fotografie und fehlen in kaum einer Darstellung dieser Geschichte. Daneben erlaubt die Präsentation aber auch neue Entdeckungen von Meisterwerken, die bislang kaum bekannt sind wie die "Spiegelung" des Erwin von Dessauer oder die "Ankunft des Dampfers Bremen in New York" von Bernd Lohse. Vor allem besticht die Qualität der einzelnen Fotografien wie z.B. die berühmte "Gabel" von André Kertész aus dem Jahr 1928, die zu den Spitzenwerken der "Neuen Sachlichkeit" gehört.


museum ludwig köln Museum Ludwig. Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln

|

Sammlung FOTOGRAFIS in Salzburg

museum der moderne mönchsberg
Museum der Moderne Mönchsberg, Salzburg

Eröffnung am 20. Juni 2009

Ausstellungsdauer bis 26.10.2009
man ray
Man Ray (Emmanuel Rudnitzky), Portrait of Meret Oppenheim, 1933, Teil-Solarisation, 28,6 x 21,2 cm Sammlung FOTOGRAFIS der Bank Austria, Wien © Man Ray Trust, Paris/VBK, Wien, 2009

Im letzten Jahr wurde die etwa 400 Werke umfassende Sammlung FOTOGRAFIS von der Bank Austria dem Museum der Moderne Salzburg als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.
Diese einzigartige Sammlung internationaler und historischer Fotografie spannt einen Bogen vom Beginn der Fotografie als künstlerischer Technik bis in die 1970er Jahre. Von William Henry Fox-Talbot, dem „Erfinder der Fotografie“ stammen die frühesten in der Sammlung vertretenen Fotografien aus den 1840er Jahren. Reisefotografie, u.a. von Francis Frith und Maxime du Camp, nehmen einen prominenten Platz in der Sammlung ein.
Als die Fotografen um 1900 malerische Effekte in der Manier des Impressionismus Margaret Cameron, Edward Steichen und Heinrich Kühn repräsentieren den Piktorialismus.
Paul Strand und Edward Weston leiten in den 1920er Jahren unter dem Begriff „Straight Photography“ ein neues Kapitel der Kunstfotografie ein, der Eigenwert der Fotografie steht nun im Mittelpunkt.
Zeitgleich erweitern die Avantgardekünstler, die Möglichkeiten der Fotografie radikal: Arbeiten von Man Ray, Alexander Rodtschenko, Raoul Hausmann und László Moholy-Nagy sind Glanzpunkte der Ausstellung. Reportage- und sozialdokumentarische Aufnahmen von Weegee bis Diane Arbus spielen eine eminente Rolle in der Fotogeschichte des 20. Jahrhunderts. Zeitgenössische österreichische Positionen runden das Sammlungsprofil ab.
|

Galerie Johannes Faber

Schnell, schnell: Nur noch bis 21. Februar zu sehen:
Masterpieces of Photography 1850 - 1970

Galerie Johannes Faber, Dorotheergasse 12, 1010 Wien

manuel alvarez bravo galerie faber


artist MANUEL ALVAREZ BRAVO
biography Mexican, 1902-2002
title Portrait of the Eternal
date Mexico 1935
technique Vintage silver print
size 24,3 x 19,3 cm (9,5 x 7,5 ")
description Signed, titled, dated verso
Inscribed by Artist verso
provenance Ex. Coll. Thomas Walther, NYC






Lesen Sie im artmagazine.cc den kompletten Artikel über die Wiener Galerie Faber:

Dass eine Galerie den Platz eines Museums einnehmen muss ist ein Versäumnis der Öffentlichkeit. Diese beginnt zwar zaghaft sich für Fotografie zu interessieren, es gibt aber nach wie vor kein eigenes Fotomuseum in Wien. Bis ein solches eröffnet wird, falls es jemals eröffnet wird, ist ein Besuch in der Galerie Faber an ihrem neuen, prominenten Standort sehr zu empfehlen.Wolfgang Pichler


|

Pinakothek der Moderne erhält Fotosammlung

Bild 1 pinakothek muenchen

(Quelle: Pinakothek der Moderne, München. PDF zum Download HIER).
Die in der Nähe von Köln ansässigen Foto-Sammler Ann und Jürgen Wilde haben die Gründung der Stiftung Ann und Jürgen Wilde mit Sitz in München beschlossen, der sie ihren gesamten, die Fotografie betreffenden Besitz übereignen werden. Die Stiftung wird den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angegliedert und wird mit ihren hochkarätigen Beständen die Fotografiesammlung der Pinakothek der Moderne maßgeblich ergänzen.

Die Sammlung Wilde ist heute die einzige in den 1960er Jahren begonnene, qualitativ erstklassige Sammlung zur Fotografie des frühen 20. Jahrhunderts, die sich noch in deutschem Privatbesitz befindet. Der Aufbau der Sammlung begann 1968 mit der Übernahme des fotografischen Nachlasses von Franz Roh, dem bedeutenden Münchner Kunst- und Fotohistoriker. (...)

Zum Sammlungsbestand zählen:
die als national schützenswertes Kulturgut anerkannten Archive von Karl Blossfeldt (1865-1932) und Albert Renger-Patzsch (1897-1966) mit mehr als 4.000 Originalabzüge, über 10.000 Glasplatten sowie umfangreichen Archivalien; die Sammlung Ann und Jürgen Wilde mit Werkgruppen von August Sander, Germaine Krull, Man Ray, André Kertesz, Florence Henri, Friedrich Seidenstücker, Bernd und Hilla Becher, Lee Friedlander, David Hockney und anderen mit ca. 1.500 Originalabzüge; eine fotohistorische Fachbibliothek mit ca. 8.000 Bände zur Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts, darunter viele Erstausgaben und Rara sowie die Archive zur Galerie und Sammlung Wilde.
Geschätzter Gesamtwert: ca. € 120 Millionen
|