Sieg für die JournalistInnen & FotografInnen

So ist das in Deutschland.

Quelle: piag.de

Bauer unterliegt den „Freien“

(Red.) Das Oberlandesgericht Hamburg (Az. 5 U 113/09) entscheidet, dass die Honorarbedingungen der Heinrich Bauer Achat KG für freie Bildjournalisten in wesentlichen Teilen gegen geltendes Recht verstoßen.

Der Deutsche Journalisten-Verband als Antragsteller mit Unterstützung der dju in ver.di hat sich damit auch in der Berufungsinstanz im einstweiligen Verfügungsverfahren gegen Bauer weitgehend durchgesetzt. Das Oberlandesgericht hat mit seiner Entscheidung das Urteil des Landgerichts Hamburg vom Mai 2010 deutlich verschärft.

Das OLG führt aus, dass die Vereinbarung eines Pauschalhonorars, mit dem sämtliche vertraglichen Leistungen abgegolten werden sollten, unzulässig sei. Das Gericht auch eine Klausel untersagt, wonach dem Verlag beliebige Bearbeitungs- und Umgestaltungsrechte einzuräumen sind. Ferner hat das Gericht es für unzulässig gehalten, dass der Verlag nicht zur Namensnennung des Fotografen verpflichtet sei, wenn nicht eine schriftliche Vereinbarung über die Namensnennung geschlossen wird. Das Gericht hat auch die vom Verlag verwendete Haftungsklausel für rechtswidrig erklärt, nach der die Fotografen den Verlag von allen ihm durch Dritte rechtskräftig auferlegten Kosten freistellen.
„Das Urteil bestätigt erstmals die Position der Verbände, dass nicht jeder Umfang der Rechtseinräumung mit dem Urhebergesetz vereinbar ist. Erneut wird das Recht der Journalisten gestärkt, angemessen honoriert zu werden“, erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Es hilft, ihre wirtschaftliche Basis zu sichern.“ Das sei gerade in schwierigen Zeiten von größter Bedeutung. dju-Geschäftsführerin Ulrike Maercks-Franzen sieht in dem Richterspruch die Bestätigung dafür, dass „rechtswidrige und unanständige Honorarbedingungen vor Gericht keine Chance haben“.
|

"Stellen Sie sich tot" - Journalismus im Krieg

Gefunden bei piag.de: Wohl aus immer aktueller werdenden Anlässen, gibt es nun dieses Buch...

Wie können Journalisten in Krisenregionen wie Tunesien, Ägypten oder Libyen ihren Job machen? Wie verarbeiten sie, was sie gesehen und erlebt haben? Wie gehen sie mit der Angst vor Entführung oder Ermordung um?

Die beiden Medien- und Journalismusforscher Stephan Weichert und Leif Kramp haben anhand von 17 Interviews mit führenden Auslandsreportern unterschiedlicher Mediengattungen analysiert, wie sich das Berufsbild von Korrespondenten und Krisenjournalisten verändert hat, von welchen Motiven und Trends sie sich bei der Arbeit leiten lassen, wie die Zusammenarbeit mit Kollegen und offiziellen Stellen abläuft und wie sie mit ihren eigenen Ängsten, Schwächen und Unsicherheiten umgehen. Die Erkenntnisse, die Stephan Weichert und Leif Kramp aus ihren Gesprächen gewonnen haben, erscheinen am 28. Februar 2011 in Buchform unter dem Titel „Die Vorkämpfer. Wie Journalisten über die Welt im Ausnahmezustand berichten“. Herausgeber ist der Kölner Herbert von Halem Verlag. ISBN 978-3-86962-036-7. Preis: 22,00 Euro.

die vorkämpfer journalisums im krieg
Zitat vom halem-verlag.de über das Buch:
Anhand von 17 Intensiv-Interviews mit führenden Auslandsreportern aller Mediengattungen (u.a. Antonia Rados, Carolin Emcke, Elmar Theveßen, Ulrich Tilgner, Matthias Gebauer, Susanne Koelbl) wird analysiert, wie sich die Arbeit von Korrespondenten und Krisenjournalisten konkret verändert hat, von welchen Motiven und Trends sie sich bei ihrer Tätigkeit leiten lassen, wie die Zusammenarbeit mit Kollegen und offiziellen Stellen (u. a. Auswärtiges Amt, Bundesnachrichtendienst, Krisenstäbe) funktioniert und wie die Profis mit ihren eigenen Ängsten, Schwächen und Unsicherheiten umgehen. Untersucht wird, inwiefern sich Reporter gezwungen sehen, Strategien zu entwickeln, kulturelle wie soziale Barrieren zu überwinden, in Gefahrensituationen zu improvisieren und Traumata zu verkraften. Weiterlesen!
|